Saccharin

Saccharin

Ursprung: Chemisch
Verwendung: Geschmacks-/Aromastoff

Saccharin ist der am längsten bekannte synthetische Süßstoff. Er wurde 1878 von den beiden Chemikern Constantin Fahlberg und Ira Remsen an der Johns Hopkins University entdeckt. Saccharin hat eine 450 bis 550 mal so große Süßkraft wie Saccharose (Zucker), hat aber vor allem bei höheren Konzentrationen einen metallischen und bitteren Nachgeschmack. Saccharin kann im menschlichen Körper nicht verwertet werden und besitzt somit keinen physiologischen Energiegehalt.  Diese Tatsache macht es zu einem beliebten Zuckerersatzstoff. In den 60er Jahren wurde in Studien festgestellt, dass Saccharin bei Tieren eine karzinogene Wirkung haben kann. Bei 1977 durchgeführten Tierversuchen mit Ratten verursachte die Substanz bei der Verabreichung von großen Mengen Blasenkrebs. Die Versuchsergebnisse wurden jedoch stark kritisiert, da die an die Ratten verfütterten Dosen den Normalverzehr eines Menschen um ein Hundertfaches überschritten und somit nicht auf den Menschen übertragbar seien. Seitdem wurden viele Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen durchgeführt, keine Studie konnte jedoch die Gesundheitsrisiken beim Menschen mit Sicherheit bestätigen, solange die empfohlene Dosis nicht überschritten wurde.
Als Lebensmittelzusatzstoff trägt Saccharin die Bezeichnung E 954.

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