Hydroxylapatit

Hydroxylapatit

Ursprung: Synthetisch
Verwendung: Remineralisierung von Zahnschmelz

Hydroxylapatit (Hydroxyapatite) ist ein eher seltenes Mineral aus der Apatit-Pyromorphit-Gruppe und der Mineralklasse der wasserfreien Phosphate. Es kann natürlich gebildet und synthetisch im Labor hergestellt werden. Als Rohstoff wird Hydroxylapatit in der chemischen Industrie zur Herstellung von Düngemittel und Phosphorsäure verwendet. In der Medizin dient es als Biomaterial zum Knochenersatz oder als bioaktive Beschichtung von Titanimplantaten. Einerseits kommt es als Mineral natürlich vor, andererseits wird es im Körper durch Biomineralisation gebildet. Hydroxylapatit ist der wichtigste und mengenmäßig bedeutendste Bestandteil der Hartsubstanz von Knochen und Zähnen. Knochen besteht zu 40%, Dentin (Zahnbein) zu 70% und Zahnschmelz sogar zu 97% aus Hydroxylapatit. Das macht den Zahnschmelz zum härtesten Material im Körper, trotzdem kann er von Säuren angegriffen werden, die von Bakterien produziert oder mit Getränken oder Nahrungsmitteln aufgenommen wurden. Manche Zahncremehersteller fügen ihren Zahncremes Zinkcarbonat-Hydroxylapatit zu, das bei regelmäßiger Anwendung eine schützende Schicht aus künstlichem Zahnschmelz auf der Zahnoberfläche bilden soll. Möglicherweise werden in der Zahncreme enthaltene Fluoride durch das Hydroxylapatit neutralisiert, wenn man Wert auf die Wirkung von Fluorid legt, sollte Hydroxylapatit in der Zahncreme vermieden werden.

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