Gewürznelke

Gewürznelke

Ursprung: Pflanzlich
Verwendung: Wirkt antiseptisch, lokal betäubend, antibakteriell, antifungal und antiviral

Der Gewürznelkenbaum (Eugenia caryophyllus, Syzygium aromaticum) gehört zur Familie der Myrtengewächse und war ursprünglich auf den auch als Gewürzinseln bezeichneten Molukken heimisch. Heutzutage wird die Pflanze weltweit angebaut. Der immergrüne Baum kann eine Wuchshöhe von über zehn Metern erreichen. Die bekannten Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen der Pflanze, welche schon seit tausend Jahren zur Verfeinerung von Speisen sowie in der Medizin Verwendung finden. Sie haben einen intensiven Duft und schmecken sehr scharf. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einem Nagel werden sie im Niederdeutschen als Negelkin oder auch im Französischen als Clou (Nagel) de girofle (Nelke) bezeichnet. Die Blütenknospen werden vor dem Erblühen von Hand gepflückt und getrocknet. Für den intensiven Geruch und Geschmack sowie für ihre Wirkung sind die enthaltenen ätherischen Öle verantwortlich. Sie machen einen Anteil von 15% aus und werden per Wasserdampfdestillation aus der Pflanze gewonnen. Der Hauptinhaltsstoff ist Eugenol, desweiteren sind Flavonoide, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren und Triterpene enthalten. Diese Inhaltsstoffe wirken antisptisch, lokal betäubend, krampflösend, antibakteriell, antifungal und antiviral und kommen bei Zahnschmerzen, Schleimhautentzündungen der Mund- und Rachenregion, Rheuma und Blähungen zum Einsatz. Weiterhin werden sie auch zur Insektenabwehr sowie zur Behandlung von Insektenstichen verwendet. Aufgrund möglicher allergischer Reaktionen und Reizungen sowie lebensgefährlicher Kehlkopfkrämpfe dürfen Kleinkinder und Säuglinge nicht damit in Kontakt kommen.

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