Galleiche

Galleiche

Ursprung: Pflanzlich
Verwendung: Wirkt gegen Zahnfleischentzündungen

Die Galleiche (Quercus infectoria) gehört zur Familie der Buchengewächse und ist ein halb- bis immergrüner kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von bis zu sechs Metern erreichen kann. Ihr Verbreitungsgebiet liegt im östlichen Mittelmeerraum bis zum Kaspischen Meer. Ihren Namen verdankt die Galleiche dem Gallapfel, der im Herbst an der Unterseite des Eichenblattes vorkommt und durch die Gemeine Eichengallwespe hervorgerufen wird. Dazu legt das Weibchen im Winter unbefruchtete Eier in die noch ruhenden Knospen an den Zweigen der Eiche. Dort bilden sich zum Frühjahr kleine bräunliche Gallen, aus denen männliche und weibliche Wespen schlüpfen, die durch ungeschlechtliche Entwicklung entstanden sind. Nach deren Paarung und Begattung legen die Weibchen befruchtete Eier an der Blattunterseite ab, woraus Larven schlüpfen, die einen Saft absondern. Diese Flüssigkeit regt das Eichenblatt an, eine mehrere Zentimeter große Galle zu bilden. In dieser Galle entwickelt sich die Larve und verpuppt sich, wenn das Blatt im Herbst auf den Boden fällt. Aus der Puppe entsteht immer eine weibliche Wespe, die dann aus dem Schlupfloch des Gallapfels kriecht. Die Galläpfel sind ein wichtiger Rohstoff zur Gewinnung von Tanninen, die zum Gerben und Färben sowie in der Medizin verwendet werden. Die Inhaltsstoffe des Gallapfels wirken gegen Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut.

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